Waisenunterstützung durch Integration im Dorf:

In Tansania gibt es, wie in vielen Afrikanischen Ländern, sehr viele Waisen. Die Gründe sind vielfältig: AIDS, andere Infektionen, hohe Müttersterblichkeit, Unfälle, mangelnde medizinische Versorgung und andere Ursachen. Die Verwandten sind auch arm oft schon alt und ein weiteres junges Familienmitglied stellt zusätzliche Kosten dar.

Die Unterbringung der Kinder in Waisenhäusern ist nicht immer die  optimale Lösung. Die Kinder verlieren dadurch oft die Zugehörigkeit zur Dorfgemeinschaft, verlieren ihr Zuhause, das in der Regel ihr einziges Erbe ist (eine einfache  Hütte, ein kleines Stück Land) und stehen als Jugendliche, wenn sie das Waisenhaus verlassen müssen, tatsächlich alleine auf der Welt.

Deshalb ist es ein Vorteil, wenn die Kinder und Jugendlichen im Dorfverband bleiben und von Verwandten und Nachbarn betreut werden können. Die helfenden Familien werden von Shikamana mit Naturalien unterstützt und für die Waisenkinder werden die Schuluniformen und Decken zur Verfügung gestellt. Damit bleiben die Kinder im Dorf integriert und verlieren ihr Erbe nicht.

Shikamana unterstützt derzeit 45 Familien in denen ca. 100 Waisenkinder leben

Schulbildung

In Tansania besteht allgemeine Schulpflicht für 7 Jahre (primary school). Verpflichtend ist jedoch auch das Tragen einer Schuluniform. Besonders für arme Familien stellt die Anschaffung eine immense Belastung dar. Deshalb werden Schuluniformen aufgetragen bis sie zerfallen und oft gar nicht mehr als solche zu erkennen sind. Alle Schüler haben zudem einen Essensbeitrag zu bezahlen (ev. In Naturalien) und brauchen auch Bücher, Hefte und andere Lernmaterialien.

Diese Kosten werden durch Shikamana übernommen und so die Waisenfamilien entlastet.

Feuerholz für die Schulküche

Höhere Schule und Berufsausbildung

Antonia Denga ist in das zweite Jahr in Peramiho (Ausbildung zum Clinical Officer) aufgestiegen. Das Problem ist, dass es nicht genug sichere Student Hostels gibt (nur für die SchülerInnen des ersten Jahrgangs) und jetzt im zweiten Jahr alle privat wohnen müssen, was die Situation in vieler Hinsicht erschwert (Lernumgebung, mangelnder Schutz vor Übergriffen der männlichen Mitbewohner auf die jungen Frauen). Umso wichtiger ist es, dass wir Mädchen und junge Frauen unterstützen!

Ihr Bruder Innocent Denga hat erfolgreich die Secondary School UMAWANJO in Lugarawa beendet. Er würde gerne Biochemical Engineering studieren. In der Zwischenzeit hat er sich für eine 3 Monate dauernden Kurs in einer VETA in Dar gemeldet – „Mobile Phone Repair“ – auf jeden Fall sinnvoll, gefragt und nachhaltig. Wenn Sie ihn beim weiteren Studium mit einer Patenschaft unterstützen wollen, freuen wir uns über Ihre Kontaktaufnahme.

Bildung als Chance

Bildung ist der Motor für die positive Entwicklung von Individuen, Gesellschaften, Ländern… Wir investieren daher mit unserem Waisenprojekt in die basale Schulbildung, indem wir Schuluniformen, Bücher, Hefte etc. zur Verfügung stellen.

Vor einigen Jahren haben wir uns entschlossen, nach Schulbildung und Berufsausbildung auch junge Menschen mit dem Wunsch nach einer akademischen Ausbildung zu unterstützen.

Junge Menschen, die zum Studium zugelassen werden, können ein Stipendium beantragen, aber das würde nicht die realen Kosten abdecken. Wir finden, alle sollen eine Chance haben, ungeachtet der Herkunft.

Im Rahmen unserer Bildungsinitiative hat James Mwajombe als erster mit Hilfe unserer Unterstützung ein Studium abgeschlossen. Wir gratulieren zum Bachelor of Science! Auch Diana (Foto unten) hat ihr Studium in Rural Development im November 2021 abgeschlossen. Wir gratulieren herzlich!

Studium

Nach erfolgter Matura können sich die jungen Leute für ein Studium bewerben. Ob sie aufgenommen werden hängt von ihrem Zeugnis ab. Grundsätzlich sind die Chancen nicht schlecht. Die Regierung stellt für viele Studenten Studiendarlehen zur Verfügung, welche nach dem Studium zurückgezahlt werden müssen. Aber auch die glücklichen, welche ein Darlehen bekommen, müssen dennoch einen großen Teil der Kosten selbst aufbringen. Hier können Sponsoren über Shikamana einspringen und eine Patenschaft übernehmen.

Diana studierte mit unserer Hilfe Development Finance and Management

Familienplanung

Unser Verein hält in unregelmäßigen Abständen Workshops zu Familienplanung für verschiedene Zielgruppen in Tansania ab. Ziel dieser Workshops ist es, sachliches Wissen über Vorteile der Familienplanung und Vor- und Nachteile einzelner Methoden zu vermitteln. Damit es soll den Menschen eine fundierte Wissensbasis gegeben werden, um selbst informierte und selbstständige Entscheidungen für ihr Leben treffen zu können.

Für interessierte TeilnehmerInnen besteht auch immer die Möglichkeit, sich selbst intensiver ausbilden zu lassen, um in weiterer Folge selbst als TrainerInnen für Familienplanung zu arbeiten. Wir freuen uns, für diese Aktivitäten auf die Ideen und Materialien des Wiener Vereins „Aktion Regen“ zurückgreifen zu dürfen.

Wasserversorgung

Wasser ist in der Region genügend vorhanden, es muss aber von weiter unten ins 1600 m hoch gelegene Kifumbe befördert werden. Damit die Menschen (Frauen und Kinder) das Wasser nicht von weit herholen bzw. den Berg hinauftragen müssen, sollte es bis ins Dorfzentrum gepumpt werden. Es war eine alte Widder-Pumpanlage vorhanden, die jedoch saniert werden musste. Bei einem Aufenthalt im Sommer 2018 konnte einer der beiden Widder repariert und die Pumpleistung stark erhöht werden. Im Jahr 2019 wurden die Rohre bis ins Dorf verlegt. Die Grabungsarbeiten wurden fast zur Gänze als Eigenleistung von der örtlichen Bevölkerung durchgeführt. Mit Spendengeld wurden das Material angeschafft.

Für die Dorfbewohnerinnen und -bewohner ist die Wasserentnahmestelle direkt im Dorf eine große Erleichterung. Inzwischen ist dieser Platz auch ein sozialer Treffpunkt, vor allem für die Frauen der Gemeinde. Wir freuen uns mit ihnen!

Waschen ist harte Arbeit
Widder sind fast unverwüstlich
Markus erklärt das Prinzip des Widders

Notfälle etc

Ein Baum fällt aufs Haus. Es regnet herein….
Unsere Partner vor Ort können am besten abschätzen, wo dringend Hilfe nötig ist und informieren uns im Notfall.
So konnten wir schon wiederholt rasch und unbürokratisch helfen.