Waisenunterstützung durch Integration im Dorf:

In Tansania gibt es, wie in vielen Afrikanischen Ländern, sehr viele Waisen. Die Gründe sind vielfältig: AIDS, andere Infektionen, hohe Müttersterblichkeit, Unfälle, mangelnde medizinische Versorgung und andere Ursachen. Die Verwandten sind auch arm oft schon alt und ein weiteres junges Familienmitglied stellt zusätzliche Kosten dar.

Die Unterbringung der Kinder in Waisenhäusern ist nicht immer die  optimale Lösung. Die Kinder verlieren dadurch oft die Zugehörigkeit zur Dorfgemeinschaft, verlieren ihr Zuhause, das in der Regel ihr einziges Erbe ist (eine einfache  Hütte, ein kleines Stück Land) und stehen als Jugendliche, wenn sie das Waisenhaus verlassen müssen, tatsächlich alleine auf der Welt.

Deshalb ist es ein Vorteil, wenn die Kinder und Jugendlichen im Dorfverband bleiben und von Verwandten und Nachbarn betreut werden können. Die helfenden Familien werden von Shikamana mit Naturalien unterstützt und für die Waisenkinder werden die Schuluniformen und Decken zur Verfügung gestellt. Damit bleiben die Kinder im Dorf integriert und verlieren ihr Erbe nicht.

Shikamana unterstützt derzeit 45 Familien in denen ca. 100 Waisenkinder leben

Schulbildung

In Tansania besteht allgemeine Schulpflicht für 7 Jahre (primary school). Verpflichtend ist jedoch auch das Tragen einer Schuluniform. Besonders für arme Familien stellt die Anschaffung eine immense Belastung dar. Deshalb werden Schuluniformen aufgetragen bis sie zerfallen und oft gar nicht mehr als solche zu erkennen sind. Alle Schüler haben zudem einen Essensbeitrag zu bezahlen (ev. In Naturalien) und brauchen auch Bücher, Hefte und andere Lernmaterialien.

Diese Kosten werden durch Shikamana übernommen und so die Waisenfamilien entlastet.

Feuerholz für die Schulküche

 Höhere Schule und Berufsausbildung

Seit dem 1.1.2016 sind auch öffentliche weiterführende Schulen bis zur 11. Schulstufe kostenlos (Secondary School). Kostenpflichtig sind weiterhin das 12. und 13. Schuljahr die auf die Matura (A-levels) vorbereiten, welche bei positivem Abschluss zum Besuch einer Universität berechtigt. Durch die höhere Zahl an SchülerInnen steigen die Klassenschülerzahlen rasant an. Klassen mit 70 SchülerInnen sind durchaus üblich.

Nicht überall gibt es in näherer Umgebung weiterführende Schulen. Daher fallen zusätzlich zu den Kosten für Schuluniformen, Verpflegung, Schulbücher und Lernmaterialien noch Kosten für den Transport, oft auch für die Unterbringung an.

Auch Waisenkindern (anderen?) wollen wir die Chance geben, eine gute Ausbildung zu bekommen. Der Besuch von Berufsschulen, Colleges und Universitäten soll gefördert werden.

Studium

Nach erfolgter Matura können sich die jungen Leute für ein Studium bewerben. Ob sie aufgenommen werden hängt von ihrem Zeugnis ab. Grundsätzlich sind die Chancen nicht schlecht. Die Regierung stellt für viele Studenten Studiendarlehen zur Verfügung, welche nach dem Studium zurückgezahlt werden müssen. Aber auch die glücklichen, welche ein Darlehen bekommen, müssen dennoch einen großen Teil der Kosten selbst aufbringen. Hier können Sponsoren über Shikamana einspringen und eine Patenschaft übernehmen.

Diana studiert mit unserer Hilfe Development Finance and Management

Familienplanung

Unser Verein hält in unregelmäßigen Abständen Workshops zu Familienplanung für verschiedene Zielgruppen in Tansania ab. Ziel dieser Workshops ist es, sachliches Wissen über Vorteile der Familienplanung und Vor- und Nachteile einzelner Methoden zu vermitteln. Damit es soll den Menschen eine fundierte Wissensbasis gegeben werden, um selbst informierte und selbstständige Entscheidungen für ihr Leben treffen zu können.

Für interessierte TeilnehmerInnen besteht auch immer die Möglichkeit, sich selbst intensiver ausbilden zu lassen, um in weiterer Folge selbst als TrainerInnen für Familienplanung zu arbeiten. Wir freuen uns, für diese Aktivitäten auf die Ideen und Materialien des Wiener Vereins „Aktion Regen“ zurückgreifen zu dürfen.

Wasserversorgung

Wasser ist in der Region genügend vorhanden, es muss aber von weiter unten ins 1600m hoch gelegene Kifumbe befördert werden. Damit die Menschen (Frauen und Kinder) das Wasser nicht von weit herholen bzw. den Berg hinauftragen müssen, soll es bis ins Dorfzentrum gepumpt werden.
Es ist eine alte Widder-Pumpanlage vorhanden, die jedoch saniert werden muss. Erste Arbeiten wurden bereits ausgeführt. Bei einem Aufenthalt im Sommer 2018 konnte einer der beiden Widder repariert und die Pumpleistung stark erhöht werden.
04/2019: Es erreicht uns die Nachricht, dass die Rohre bereits bis ins Dorf verlegt sind. Die Grabungsarbeiten wurden fast zur Gänze als Eigenleistung von der örtlichen Bevölkerung durchgeführt. Der Anschluss der Entnahmestelle erfolgt demnächst. Wir freuen uns über den Fortschritt!

Waschen ist harte Arbeit
Widder sind fast unverwüstlich
Markus erklärt das Prinzip des Widders

Notfälle etc

Ein Baum fällt aufs Haus. Es regnet herein….
Unsere Partner vor Ort können am besten abschätzen, wo dringend Hilfe nötig ist und informieren uns im Notfall.
So konnten wir schon wiederholt rasch und unbürokratisch helfen.

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