AKTUELLES 08/2021

Rollstühle für Sofia und Juliana!

Anfang August 2021 sind die dringend benötigten Rollstühle eingetroffen. Sie wurden mit Ihren Spendengeldern angeschafft und mit Father Jordans Jeep bei Action Medeor in Makambako abgeholt. Zu sehen sind auch Fotos von Sofias altem Rollstuhl – die Familie nennt das Baisikeli (Fahrrad). Sofia ist 21, hatte Polio und kann seither nicht mehr gehen. Sie lebt mit ihrer Mutter Renata, Geschwistern und einer Halbschwester Abatia (sie wird als Vollwaise von HBOP unterstützt) in Usetule.

Juliana freut sich sichtlich!!!
Sofia im alten Rollstuhl
Bisher-"das Baisikeli"
Sofia, jetzt mobil!
Farida, ein Sonnenschein!
Start in einen neuen Lebensabschnitt

Hilfe für FARIDA

Wir lernten Farida bei einem unserer ersten Einsätze in Lugarawa als kleines, schüchternes Mädchen kennen. Farida hat als zweijähriges Kind auf tragische Weise ihre beiden Arme verloren. Das Schicksal dieses Mädchens berührte uns sehr. Auf Wunsch seiner Mutter, welche alleinstehend mit 4 weiteren Kindern ein armseliges Dasein fristete, suchten wir nach Möglichkeiten, eine Unterbringung für Farida zu finden, wo auf ihre Behinderung eingegangen werden kann und ihr gute Perspektiven durch einen geeigneten Schulbesuch geboten werden können.Wir hatten Glück, Mary Notman zu treffen, die ein Kinderheim in einem Vorort nahe von Dar-es-Salaam leitet. Dort fand die damals sieben Jahre zählende Farida eine liebevolle Aufnahme und ein neues, glückliches Zuhause.

 

Farida hat sich schnell und gut integriert und gilt als ein besonderer Sonnenschein in der großen Familie.Sie zählt bereits stolze 18 Jahre, hat die Mittelschule mit Auszeichnung absolviert und besucht jetzt die 1. Klasse der „Baobab“ secondary high school.

Bei unseren wiederholten Besuchen im „childrens home“ versetzt uns Farida immer wieder ins Staunen, wie vorbildlich sie ihr Schicksal annimmt und tapfer alle Herausforderungen meistert. Mittlerweile zählt sie 18 Jahre und damit wäre auch ihre Wachstumsphase abgeschlossen.  Der guten Mary ist es nach langen und sorgfältigen Recherchen dankenswerterweise gelungen, das  renommierte  Unternehmen „Limb Lab“ im US-Bundesstaat Minneapolis zu finden, welches sich auf die Herstellung von Prothesen spezialisiert. Hier bekommt Farida die Chance nach 16 langen, mühsamen Jahren, endlich wieder ihre Arme benützen zu können, die von Limb Lab prothetisch versorgt werden.  Die Kosten für dieses Projekt, inkl. Flug- und Aufenthalt in den USA, betragen ca. US-$ 30.000,–. Bitte helfen Sie uns mit Ihrer Spende, dass für Farida dieser Traum bald Wirklichkeit wird, der für ihre Zukunft ein hoffnungsfrohes und selbständiges Leben verspricht.

Wir danken herzlich für Ihre Unterstützung!

Ihre Spende richten Sie bitte an:

SHIKAMANA – Zusammenarbeit in Afrika
Bankverbindung: HYPO Landesstelle Vorarlberg
IBAN: AT90 5800 0205 2717 5012       BIC: HYPVAT2B
Kennwort: FARIDA

Herzlichen Dank für die bisher eingelangten Spenden – weitere Spenden sind willkommen! Farida ist bereits wieder zu Hause in TZ und übt fleißig den Gebrauch ihrer neuen Gliedmaßen, die Prothesen sind jedoch noch nicht ganz abbezahlt.

Anpassung einer Prothese
Farida und ihre Patin Elisabeth

Verteilung und Maßnehmen für die Schuluniformen

Regelmäßig werden Schulsachen, Seife, Speiseöl etc verteilt und alles genau notiert. Für die Schuluniformen wird Maß genommen, damit sie auch eine Weile gut passen. Die Uniformen sind oft die ersten ganz neuen Kleidungsstücke die die Kinder je bekommen haben. Die Freude ist daher groß.

CORONA UPDATE 12/21

Wir freuen uns sehr, dass  auch in TZ jetzt mit der Durchführung der Corona Impfungen begonnen wurde. Das Tempo ist schleppend, aber die immunisierten Personen werden täglich mehr.

CORONA UPDATE 08/21

Auch in Tanzania wird mit den Impfungen gegen Covid 19 begonnen. Father Jordan steht ganz oben auf der Liste in Ikelu und fiebert dem ersten Stich entgegen!

CORONA UPDATE 03/21

In den letzten Wochen erreichen und beunruhigende Nachrichten unserer Freundinnen und Freunde aus Tanzania. Die Lage hat sich offensichtlich verändert. Immer mehr Menschen erkranken an COVID 19 bzw – wie es auch heißt an „flue which is undefinable“. Einer unserer Bekannten, ein Anästhesist aus dem St.Johns Hospital in Lugarawa, Sixmund Mhowa, ist unter extremer Atemnot Ende Februar gestorben. Es handelt sich bei den wenigen Berichten die uns erreichen, nur um die Spitze des Eisbergs, zumal es „offiziell“ ja keine Pandemie gibt!

Unsere Befürchtung ist, dass sich die wesentlich ansteckendere und offenbar auch gefährlichere südaftrikanische Variante des SARS-CoV-2 Virus schnell verbreitet. Offizielle Informationen gibt es dazu bisher nicht.

CORONA

Die Coronapandemie macht vor den armen Ländern dieser Erde nicht Halt und so sind auch die Menschen in Tansania wie auch anderen afrikanischen Ländern massiv betroffen.

Zu der Sorge um die Gesundheit von Familie und Freunden kommt der Kampf ums Überleben. Zu Hause bleiben heißt nichts verdienen. Die Subsistenzwirtschaft kann den Bedarf für die ganze Familie nicht decken. Und die Hütten sind oft so klein, dass Abstand halten nicht möglich ist. Uns erreichen Nachrichten, die zwischen Besorgnis und Hoffnung schwanken, wobei die Hoffnungen vor allem auf den Fortschritten der Wissenschaft liegen.

Eine flächendeckende Gesundheitsversorgung wie bei uns ist in fast allen Ländern Afrikas unbekannt. Es gibt nur wenige Labors, die Coronatests durchführen können (auch wenn die Zahl inzwischen steigt), Beatmungsgeräte sind Mangelware und werden für Operationen gebraucht. Wir hoffen sehr, dass durch das geringe Durchschnittsalter der Bevölkerung nicht so viele schwere Coronafälle auftreten wie in der deutliche älteren Bevölkerung der Industrieländer und die Einwohner in Ländern wie Tansania im Laufe der Zeit durch die Durchseuchung der jungen Bevölkerung geschützt sein werden.

Inzwischen werden vor Ort mit Hochdruck Masken produziert und ans Händewaschen erinnert. Schulen und Hochschulen waren im ganzen Land bis 1. Juli geschlossen und wie wir hören versuchen die Menschen wo es geht Abstand zu halten. Anstelle von Schuluniformen werden jetzt Masken genäht. Die Bilder stammen aus der Berufsschule für Schneiderei in Mafinga, betrieben von der „Eine-Welt-Gruppe Schlins/Röns“.

In Zeiten wie diesen helfen Sie besonders mit Ihrer Spende. Die Verteilung von Gütern geht natürlich weiter, und -jetzt ist Hilfe nötiger denn je. Herzlichen Dank für Ihren Beitrag!

Vorschau für 2020

Das Shikamana Komitee in Kifumbe arbeitet bereits fleißig an der Planung und am Budget für 2020. Für dieses Jahr ist die Unterstützung von 67 Familien geplant. In diesen Familien werden 165 Schulkinder mit Ihrer Hilfe unterstützt.  Die erste Verteilung von Gütern (Schuluniformen, Heften etc.) im heurigen Jahr ist für März geplant. Für die Projektkoordination wird eine neue kompetente Mitarbeiterin, Trudy, von Mdabulo nach Kifumbe übersiedeln. Wir freuen uns!

Gute SchülerInnen sollen die Möglichkeit erhalten, auch nach der Primary School weiter unterstützt zu werden – ein Angebot für diejenigen, die ein entsprechend gutes Zeugnis vorweisen können. Da unsere Spenden für diesen Teil der Unterstützung nicht ausreichen, möchten wir dafür individuelle Paten suchen, die bereit sind, für jeweils einen Schüler oder eine Schülerin die Kosten des Schulbesuchs zu tragen. Die SpenderInnen erhalten ein persönliches Profil des Schülers oder der Schülerin und können Informationen über die Entwicklung und den Schulerfolg ihres „Schützlings“ erhalten. Um einen Schüler oder eine Schülerin in der Secondary School, einer weiterführenden Berufsschule oder für ein Studium zu unterstützen, werden ca. 400-800 Euro pro Jahr benötigt. Wenn Sie sich für eine solche Patenschaft interessieren, melden Sie sich bitte unter info@shikamana.at.

Was gibt es sonst noch Neues? Für unsere Projektleiter vor Ort, Godfrey und Trudy, wird ein Moped angeschafft, damit sie alle teilnehmenden Gemeinden und Dörfer in angemessener Zeit besuchen können. Sie erhalten auch ein kleines Gehalt aus dem Vereinsbudget. Zwei eigens zweckgewidmete Spenden erlauben uns, zusätzlich zu den Hilfsgütern und der personellen Betreuung, auch zwei einmalige „Sonderinvestitionen“: Um die Fahrten in die nächstgelegene Stadt (Makambako) zu reduzieren, wird für das Vereinsbüro ein Drucker angeschafft … und wir finanzieren Fahrräder! Diese helfen den sogenannten „Attendants“ – d.s. die ehrenamtlichen BetreuerInnen in den Dörfern – die Familien rascher und häufiger zu erreichen.

Das Projekt arbeitet u.a. mit einer sehr modernen App, in der alle teilnehmenden Familien und die ihnen zugekommenen Unterstützungsleistungen dokumentiert werden. Wir können nun die Entwicklung auch von Österreich aus gut mitverfolgen. Wir danken der Rural Development Organisation (RDO) Mdabulo und der Eine Welt Gruppe Schlins-Röns, die uns im ersten Projektjahr mit Rat, Tat und App sehr geholfen haben!

Das Projekt entwickelt sich also gut – und wir würden uns über weitere Hilfe freuen, die uns die Weiterführung erlauben. Ergänzend zu „normalen“ Spenden gibt es nun – wie oben erwähnt – die Möglichkeit, Patenschaften für weiterführende Ausbildungen zu übernehmen, aktuell zB für die Fortsetzung der Berufsschulausbildung von vier jungen Frauen, die das erste Ausbildungsjahr bereits erfolgreich absolviert haben. Die Kosten für ein Jahr belaufen sich auf ca. EUR 400 pro Schülerin.

Jede Spende ist uns herzlich willkommen, und SpenderInnen sind herzlich eingeladen, uns den von ihnen gewünschten spezifischen Verwendungszweck anzugeben.

Wir freuen uns über Ihre Anfrage an info@shikamana.at.

Asante sana! Vielen Dank!

Family Planning Workshops 2018

mit Carolin Auer und Margit Sasshofer

Die ländliche Gemeinde Kifumbe, zu der zehn Dörfer gehören, liegt auf ca. 1600m Seehöhe, etwa 25km entfernt von der Stadt Makambako. Die Menschen in dieser Gegend leben primär von kleinteiliger Landwirtschaft. Darüber hinaus gibt es kaum Beschäftigungs- und Bildungsmöglichkeiten, sodass die meisten Menschen in Armut leben. Dennoch sind wir sehr offen und gastfreundlich empfangen worden.

Die Einladung zu den Workshops erfolgte durch den Gemeindepfarrer Jordan Mwajombe. Er hat 120 „Jugendliche von der Straße“ eingeladen, ca. 80 sind gekommen! Über die unerwartet große Anzahl der angekündigten TeilnehmerInnen waren wir zunächst sehr überrascht und befürchteten schon ein didaktisches Desaster. Ein Aufteilen der TeilnehmerInnen auf mehrere Orte oder andere Tage war aus organisatorischen Gründen leider nicht möglich. Unsere geplanten Unterrichtsmethoden waren in diesem Setting nicht durchführbar. Aber nachdem der erste Schreck überwunden war dachten wir afrikanisch und improvisierten.

Sehr positiv war bereits die Vorbesprechung mit den beiden ÜbersetzerInnen Diana und Nathan. Sie waren jung, sehr engagiert und äußerst hilfreich. Ihr Englisch und ihr Verständnis der Materie waren so gut, dass wir uns auf die korrekte Weitergabe der Inhalte verlassen konnten.

In ein leer stehendes Gebäude neben der Schule wurden Kirchenbänke übersiedelt, unsere Plakate fixierten wir mit Kreppband an der Wand, und los ging es. Die erste Einheit begann mit nur 25 Minuten Verspätung, das war schon toll —  aber danach waren unsere TeilnehmerInnen morgens und nach den Pausen so pünktlich wie Schweizer Uhren, wir waren sprachlos!

Obwohl die Kirchenbänke keine Rückenlehnen hatten und auch keine Tische zur Verfügung standen wurde eifrig mitgeschrieben und noch viel eifriger gefragt. Kein Thema war zu peinlich, keine Frage zu unbedeutend. Am Abend des ersten Tages waren wir sehr erleichtert! Am zweiten Tag kamen tatsächlich alle (!) TeilnehmerInnen wieder, und wir beantworteten auch die Fragen aus der „secret box“, die am Vorabend eingeworfen wurden. Wir hatten den Eindruck, dass die anonyme Fragebox vorwiegend von Frauen und Mädchen genutzt wurde.

Am Abend des zweiten Tages waren wir sehr zufrieden, dass alles so gut gelaufen war. Wir hoffen, dass Nathan und Diana die Methode der Aktion Regen weitergeben werden. Nathan ist gerade dabei seine Ausbildung als Lehrer zu beenden, Diana hat sich für ein Studium der Sozialarbeit beworben. Gute Voraussetzungen um Wissen unter die Menschen zu bringen!

Im Jahr 2014 konnten wir Luzia Rauch von der „Eine-Welt-Gruppe Schlins/Röns“, welche auch in Tansania tätig ist, von der Methode der Aktion Regen überzeugen. Luzia bringt als pensionierte Biologielehrerin nicht nur das fachliche Verständnis sondern auch bestes didaktisches Wissen ein. Am 8.und 9. August fand ein Workshop für 30 zukünftige RainworkerInnen in Mdabulo in der Nähe von Mafinga statt. Material (Poster, Ketten, Little Moms etc.) haben wir mitgebracht, worüber Luzia sehr erfreut war. Wir nutzten die Möglichkeit am ersten Tag des Workshops teilzunehmen, halfen mit und durften auch einiges lernen. Die selbst gezeichneten Zykluskalender werden wir in unser Repertoire aufnehmen! Am 9. August war unser Abreisetag und wir konnten nicht mehr dabei sein, das tat uns richtig leid!

Wir sind sehr zufrieden, dass wir so viele Menschen erreichen konnten und hoffen, dass sich Wissen und Bewusstsein ausbreiten, zum Wohl der Menschen in Tansania!

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